SI090315-FEUReetdach-6Foto: nordpresse.de

Gegen 10:03 Uhr wurde in einem reetgedeckten Einfamilienhaus in Großsolt eine Rauchentwicklung über Notruf 112 an die Leitstelle gemeldet. Daraufhin wurden die Feuerwehren Großsolt, Bistoft-Mühlenbrück und Freienwill alarmiert. Da auf Grund der Tageszeit nicht genug Einsatzpersonal in den Wehren verfügbar war, wurden die Wehren Estrup-Kollerup, Oeversee, Tarp und Husby zur Unterstützung nachalarmiert. Zusätzlich entsandte die Leitstelle die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Flensburg und den ELW 2 aus Schleswig, zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung, an die Einsatzstelle.

Die ersten Rückmeldungen bestätigten die Notrufmeldung. Es handelte sich um eine starke Rauchentwicklung aus dem Erdgeschoß und dem Keller. Das Feuer wurde unter Atemschutz im Innenangriff bekämpft. Gegen 10:47 Uhr konnte dann „Feuer aus“ gemeldet werden. Nach Kontrolle mit einer Wärmebildkamera wurden nach entfernen von Wand- und Deckenteilen noch Glutnester bekämpft.

Die Feuerwehr Großsolt verblieb zur Brandwache an der Einsatzstelle

SI220215-UnfallA7-6 Foto: S.Iwersen

 

In der Nacht führte plötzlich auftretende Vereisung der Straßen zu diversen Unfällen im Bereich der Leitstelle Nord.

So z.B. auf der B 200 von der Anschlussstelle A 7 in Richtung Husum. Bei diesem Unfall sind auf Grund der Glätte 3 Fahrzeuge miteinander kollidiert. Hierbei wurden 4 Personen verletzt und in umliegende Krankenhäuser transportiert. 1 Person musste durch die Feuerwehren Weding und Wanderup aus einem der Unfallfahrzeuge befreit werden.

Nur 2 Stunden später überschlug sich ein PKW im Bereich der Lecker Chaussee in Handewitt. Auch hier musste einer der Insassen durch die Feuerwehr befreit werden. Diesmal waren die Wehren Handewitt und Ellund im Einsatz.

Eine halbe Stunde später kam es auf der A7 zu einem weiteren Glatteisunfall. Auch hier konnte einer der Insassen nur durch die Hilfe der Feuerwehren Handewitt und Ellund aus dem Fahrzeug gerettet werden und wurde durch den Rettungsdienst in die Diako nach Flensburg transportiert.

Den „Abschluss“ bildete dann gegen 05:30 Uhr ein PKW im Graben im Bereich Silberstedt. Die Wehren Silberstedt und Treia waren im Einsatz um eine Person aus dem Unfallfahrzeug zu befreien, welche anschließend in das Helios-Klinikum nach Schleswig transportiert wurde.

SI190215 Wohnhausbrand-4 Foto: S.Iwersen

Gegen 07:16Uhr ist durch einen aufmerksamen Verkehrsteilnehmer ein Feuer in einem leerstehenden Wohnhaus in Sieverstedt bei der Leitstelle gemeldet worden. Die Flammen schlagen bereits aus dem Fenster. Als besondere Gefahr gab der Anrufer auf Nachfragen durch den Disponenten an, dass sich neben dem Haus ein reetgedecktes Nebengebäude befindet.
Gemäß der im Einsatzleitsystem hinterlegten Alarm- und Ausrücke Ordnung werden die Feuerwehren Süderschmedeby und Sieverstedt alarmiert. Zusätzlich entschied sich der Disponent dazu, die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Flensburg zum Schutz der Nachbargebäude zu entsenden. Auch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Tarp wurde zur Führungsunterstützung der örtlichen Einsatzleitung mitalarmiert, ebenso ein RTW.
Nach dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte konnte der Brandherd nicht gleich festgestellt werden. Lediglich eine sehr starke Verrauchung des Gebäudes deutete auf einen Brandausbruch hin. Nach intensiver Suche konnte ein Brandherd im Gebäude dann ausgemacht werden. Aufgrund des Brandfortschrittes und unter Berücksichtigung des, im renovierungszustand befindlichen, Wohnhaus wurde eine umfassende Brandbekämpfung von außen eingeleitet. Dabei stellte sich nach Angaben der eingesetzten Feuerwehren die Wasserversorgung als problematisch heraus, so dass die Wehren Tarp und Oeversee-Frörup mit ihren Tanklöschfahrzeugen zusätzlich alarmiert werden mussten. Mit diesen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet, um die Einsatzstelle mit dem erforderlichen Löschwasser zu versorgen.
Trotz eines umfassenden Löscheinsatzes konnte das Gebäude nicht gerettet werden. Gegen 12:14 konnte „Feuer aus" gemeldet werden.. Die Feuerwehr Süderschmedeby verblieb als Brandwache an der Einsatzstelle und musste im Verlauf des Nachmittages noch einige Glutnester löschen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe kann derzeit keine Angabe gemacht werden. Die zuständige Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

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